Runter mit der Tamponsteuer!

Immer mehr Länder setzen die für Tampons ungerechtfertigt hohe Umsatzsteuer herunter. Wir von der erdbeerwoche fordern nun auch die österreichische Regierung zum Handeln auf.

Unglaublich aber wahr: Eine Frau verbraucht im Laufe ihres Lebens zwischen 10.000 und 17.000 Tampons bzw. Binden. Das verursacht nicht nur einen enormen Müllberg, sondern reißt auch ein großes Loch in die weibliche Brieftasche. Ob es frau nun passt oder nicht: Sie gibt insgesamt zwischen €2.500,- und €4.500,- für ihre Monatsblutung aus. Rechnet man die Kosten, die Frauen außerdem für Verhütung und Schmerzmittel gegen Regelschmerzen zu tragen haben, dazu, kommt man auf unglaubliche €5.000,- bis €8.000,-. Für uns ist das Grund genug, Frauen auf diesem Gebiet zu entlasten, denn obwohl Monatshygieneprodukte zu Gütern des täglichen Bedarf gehören, werden sie in Österreich nicht wie Lebensmittel mit 10%, sondern mit 20% besteuert. Auch in Deutschland fallen 19% Umsatzsteuer auf Tampons und Binden an.

erdbeerwoche fordert monatliche Entlastung für Frauen

Wir von der erdbeerwoche möchten nun – stellvertretend für alle menstruierenden Frauen in Österreich und Deutschland eine Herabsetzung der „Tamponsteuer“ in Österreich und Deutschland bewirken!

In einem offenen Brief haben wir uns bereits an den österreichischen Finanzminister Hans-Jorg Schelling gewandt: „Österreich muss endlich mit Ländern wie Frankreich, Spanien oder Großbritannien, wo die Steuer auf Monatshygieneartikel nur zwischen 5 und 10% beträgt, gleichziehen. Wir fordern daher die österreichische Regierung auf, Tampons und Binden endlich fair zu besteuern und Frauen somit eine echte monatliche Entlastung zu ermöglichen. Insbesondere nachhaltige Produkte wie Biotampons oder -binden sollten steuerlich begünstigt werden, da diese nicht nur gesundheitliche, sondern auch ökologische Vorteile mit sich bringen, die wiederum dem Staat zu Gute kommen.“

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copyright: Lisa Trauer

Auch Präsident Obama bekennt sich zur Herabsetzung der Tamponsteuer

Mittlerweile hat die Debatte über die sogenannte „Tamponsteuer“, die in Wahrheit natürlich sämtliche Monatshygieneartikel wie auch Binden oder Slipeinlagen betrifft, bereits mehrere Länder erfasst. Jüngstes Vorzeigebeispiel ist Frankreich, das erst im Dezember 2015 diese Steuer von 20 auf 5,5% herab setzte. Aber auch Präsident Obama wurde vor Kurzem von einer Youtuberin auf das Thema aufmerksam gemacht. In einem Interview gestand er, dass er sich nicht bewusst gewesen sei, dass Tampons in den USA derselben Steuerklasse wie Luxusgüter unterliegen. Am Beispiel Österreich hingegen mutet absurd an, dass sogar Zirkusvorführungen sowie unverarbeiteter Tabak mit nur 10% besteuert werden, Monatshygieneartikel jedoch mit 20%. Länder wie Kanada, Irland oder Kenia haben die Steuer auf Tampons und Binden bereits zur Gänze abgeschafft.

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Obwohl Tampons und Binden Produkte des täglichen Bedarf sind, werden sie mit 20% anstatt mit 10% besteuert!

Bio-Tampons müssen für alle Frauen leistbar werden

Wir von der erdbeerwoche beschäftigen uns schon seit über fünf Jahren mit dem Thema Nachhaltige Frauenhygiene und bieten Frauen sowohl Produkte aus 100% Bio-Baumwolle als auch wiederverwendbare Alternativen an, die im Gegensatz zu vielen konventionellen Tampons und Binden keine Schadstoffe enthalten und entweder wiederverwendbar oder kompostierbar sind. Das spart der öffentlichen Hand sogar Kosten, indem Verbrennungsabfall reduziert und das Gesundheitssystem entlastet wird. Umso mehr fordern wir daher eine Senkung der Tamponsteuer!“

Wenn auch du für eine Senkung der Tamponsteuer bist, dann werde unser Fan auf Facebook und unterstütze unsere Kampagne !

Schließlich ist es deine Regel – dein Geld – und dein Planet!

Deine erdbeerwoche-Botschafterinnen

Annemarie und Bettina

Unser Brief an den österreichischen Finanzminister Dr. Hans Jörg Schelling:

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