20 Jahre Amazon – und jetzt?

Immer wieder mal erreichen uns Zuschriften von Frauen, die meinen: Ich finde eure Initiative und eure Produkte toll, aber ich habe eine Menstruationskappe auf Amazon gesehen, die drei Euro billiger ist. Wie geht Ihr damit um?

Nachhaltige Frauenhygiene in den Mainstream

copyright: Polak

Als wir vor über vier Jahren mit der erdbeerwoche und unserer Mission, nachhaltige Frauenhygiene in den Mainstream zu bringen, gestartet haben, waren Menstruationstassen und andere nachhaltige Monatshygieneprodukte im deutschsprachigen Raum noch ziemlich unbekannt. Vier Jahre, über 100 Medienberichte und mehrere tausend begeisterte Kundinnen später können wir sagen: Es hat sich einiges getan und Nachhaltige Frauenhygiene ist am Weg in den Mainstream!

Aber natürlich hat jede positive Entwicklung auch ihre Schattenseiten: So liegt es in der Natur der Sache dass, sobald ein Produkt – ob nachhaltig oder nicht –

bekannter wird, verschiedenste Anbieter darin ein Business sehen und auf den Zug aufspringen. Das hat in den letzten zwei Jahren zu einem regelrechten Wildwuchs an Monatshygieneprodukten geführt, die über eine breite Palette an Anbietern – von Amazon bis zu dubiosen Onlineapotheken verfügbar sind. Die Problematik dabei?

Umstrittene Geschäftspraktiken des Onlineriesen

Leider haben der überwiegende Großteil dieser Produkte nichts mehr mit ihrem ursprünglichen Anspruch – nämlich eine gesunde und ökologische Alternative zu konventionellen Tampons und Binden zu sein – gemein. Mittlerweile ist eine ganze Flut an Menstruationskappen aus zum Teil bedenklichen Materialien wie Kunststoff oder Silikon, das nicht medizinisch geprüft sind, am Markt, und u.a. auch über Amazon erhältlich. Wir haben sogar von chinesischen Billigkopien erfahren, die die Marke „Lunette“ kopiert haben und gleichlautende Produkte in Umlauf gebracht haben – allerdings haben nichts mit dem Original zu tun.

Das Image von Amazon ist übrigens nach 20 Jahren auch mehr als angekratzt – ob umstrittene Geschäftspraktiken, „Steuerschonung“ oder Verstöße gegen gesetzliche Informationspflichten.

Geiz ist geil? Finden wir nicht…

Dass es gerade im Bereich der Monatshygiene Sinn macht, ein oder zwei Euro mehr in Qualität und Materialsicherheit zu investieren, zeigt ein Email einer Frau, das wir erhalten haben: Sie hat um €9,- eine Menstruationskappe im Internet bestellt, welche nach dem ersten Mal auskochen ganz fürchterlich zu stinken begonnen hat…

Gerade bei Produkten, die frau an der empfindlichsten Stelle ihres Körpers trägt, sollte ganz genau hingeschaut werden, woraus diese bestehen und unter welchen Bedingungen sie produziert wurden. Deshalb haben wir von der erdbeerwoche unseren strengen Kriterienkatalog, nach dem wir Produkte auswählen. Da kann es schon auch mal sein, dass wir Anbieter angeblich nachhaltiger Frauenhygiene auslisten oder diese erst gar nicht in unser Sortiment aufnehmen, wenn diese uns nicht die lückenlos nachhaltige Produktion sowie gesundheitliche Unbedenklichkeit ihrer Artikel nachweisen können.

Deshalb gilt gerade im Internet: Studieren geht über Probieren! Erst informieren, dann kaufen raten dir

Deine erdbeerwoche-Botschafterinnen

Annemarie und Bettina

Ps.: Hier liest du mehr zum Thema Menstruationskappe auf Amazon

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