Mit Onlineshopping die Welt retten?

Der Onlinehandel boomt und verzeichnet gerade auch in Österreich und Deutschland jährlich Rekordzuwächse. Aber was ist eigentlich aus ökologischer Sicht besser – Onlineshopping oder der Einkauf im Geschäft?

DHL_go_greenBeim Online-Shopping wird beim Stöbern im Internet Strom verbraucht. Welches Detail aber viel interessanter ist, sind die CO2 Emissionen, die beim Transport entstehen. Nach Berechnungen des Logistikkonzern Deutsche Post DHL haben die Emissionen durch verbesserte Routenplanungen in den letzten Jahren abgenommen – von durchschnittlich 630 Gramm CO2 pro Paket auf nur mehr 500 Gramm, ein Wert, mit dem laut DHL „ein neueres Mittelklassefahrzeug nicht einmal 3,5 Kilometer weit kommt“. „Laut dem Sustainable Europe Research Institute (SERI) in Wien werden in Deutschland pro Einkauf durchschnittlich sechs Kilometer mit dem Auto gefahren, weshalb in diesem Fall der Online-Einkauf weniger klimaschädlich ist.

Retourware verschlechtert Online-Ökobilanz

Was hier noch nicht berücksichtigt wurde ist die hohe Zahl an retournierter Ware. Besonders groß ist der Anteil der Retouren bei Schuhen, wo meist gleich mehrere Größen bestellt und die nicht passenden zurückgeschickt werden. Teilweise sind die retournierten Produkte gar nicht mehr verkäuflich, was ebenfalls Ressourcen verschwendet. Was viele Onlineshopper nicht wissen: Die Retouren sind im Preis mit einkalkuliert und werden von den Kundinnen und Kunden bezahlt.

Fazit: Nur bei Produkten, bei denen Farbe, Passform oder Material nicht vorher gesehen und gefühlt werden müssen, die sicher gebraucht und genutzt werden und die nicht in der näheren Umgebung zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln besorgt werden können, ist der Online-Einkauf CO2-mäßig besser.

Checkliste für einen nachhaltigen Online-Einkauf

Was du daher beim Onlineeinkauf beachten solltest, damit deine Bestellung nicht nur dir, sondern auch deinem Planeten Freude bereitet:

–       Bestelle nur Produkte, die du wirklich brauchst und vermeide unnötige Retouren!

–       Bestelle vorwiegend bei kleinen Anbietern: Auch wenn große Versandhäuser mit kostenlosem Versand und Rückversand locken: Am Ende zahlt die Umwelt und der Leiharbeiter, der unzählige, leichtfertig bestellte und wieder zurückgeschickte Pakete zu einem Hungerlohn verpacken muss, drauf!

–       Achte darauf, wie die Ware, die du bestellst, verpackt wird und dass hier möglichst wenig sowie Recycling-Verpackung zum Einsatz kommt

–       Schließ dich mit deinen Verwandten und FreundInnen zusammen und mach eine große Bestellung anstelle mehrerer kleiner – so sparst du Geld und schonst  die Umwelt, weil weniger Pakete durch die Gegend geschippt werden müssen.

–       Achte auf CO2-neutralen Versand (DHL Deutschland oder die Österreichische Post bieten diesen beispielsweise an)

Mehr über den Versand bei der erdbeerwoche findest du hier.

Und vergiss nicht: Es ist deine Regel und dein Planet!

Deine erdbeerwoche-Botschafterinnen

Annemarie und Bettina

Quelle: VCÖ- Verkehrsclub Österreich; bewusstkaufen.at

Advertisements