Frauentag: Vom Automobil zur Menstruationstasse

Vom Automobil zur Menstruationstasse – Pionierinnen der Neuzeit

Wieder einmal feiern wir am 8. März den heiß umstrittenen internationalen Frauentag. Vielfach belächelt und kritisiert („Brauchen wir denn wirklich einen Frauentag?“) dient der heutige Tag aus unserer Sicht vor allem dazu, den Pionierinnen der Frauengeschichte zu gedenken, die uns modernen Frauen den Weg geebnet haben. Wer da aus unserer Sicht dazu gehört? Zum Beispiel Bertha Benz!

frau und automobilDas Automobil ist weiblich

Bertha Benz schnappte sich im Jahr 1888 das Auto ihres Mannes Carl und fuhr damit 106 Kilometer von Mannheim nach Pforzheim. Dies war die erste Fernfahrt in der Geschichte des Automobils. Ganz nebenbei fand Bertha dabei heraus, dass Autos auf Bergstraßen einen Gang mehr benötigen*.

Die Herzogin Anne d’Uzès wiederum war der erste Mensch, der eine Führerscheinprüfung ablegte (1898 in Paris). Kurz darauf bekam sie übrigens das erste Speeding Ticket der Geschichte, weil sie 15kmh anstelle von 12 fuhr. J

Und wer fuhr erstmals mit dem Auto um die Welt? Eine Frau namens Clarenore Stinnes, eine deutsche Rennfahrerin. Das Klischee, dass Autos nur was für Männer seien, stimmt also nicht.

Oh – it’s a menstrual cup!

Anfang der 1930er-Jahre wurde dafür ein Produkt entwickelt, das definitiv nur für Frauen ist: die Menstruationstasse: Leona Chalmers war diejenige, die die ersten Skizzen einer Menstruationstasse anfertigte und vorschlug, diese

aus vulkanisiertem Gummi herzustellen. Wenige Zeit später produzierte die Firma Tassaway die erste Menstruationskappe der Welt: die Tassette. Warum sich das Produkt damals nicht durchsetzte? Vermutlich lag es einerseits am steifen Material und andererseits am damaligen Zeitgeist, der nicht unbedingt propagierte, dass sich Frauen fremde Gegenstände in ihre Scheide einführen. 🙂

Zeit für eine neue Generation der Frauenhygiene

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Es dauerte also einige Jahrzehnte, bis einerseits die Forschung und Entwicklung so weit war, die Menstruationstasse aus einem medizinisch unbedenklichen, massentauglichen Material herzustellen und andererseits, bis Frauen ihre innere Barriere, was wiederverwendbare Produkte betrifft, überwunden hatten. Wir von der erdbeerwoche freuen uns, ein klein wenig dazu beigetragen zu haben, die Menstruationskappe in den letzten 4 Jahren im deutschsprachigen Raum bekannter zu machen. Dennoch weiß noch immer ein Großteil der Frauen nicht über diese gesunde und ökologische Form der Monatshygiene Bescheid. Es bedarf also noch viel an Aufklärung. Wir freuen uns über deine Unterstützung dabei! Wenn du erdbeerwoche-Botschafterin werden möchtest, schreib uns an info(at)erdbeerwoche.com.

Denn es ist Zeit für eine neue Generation der Frauenhygiene!

Wir wünschen dir einen schönen, entspannten Frauentag!

Deine erdbeerwoche-Botschafterinnen

Bettina und Annemarie

*Quelle: ÖAMTC

Ps.: Hier findest du Informationen rund um die Menstruationskappe

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