Hilfe – meine Regel ist ein Müllproblem!

Was uns von zu Hause und im Kindergarten eingetrichtert wurde, vergisst man und frau anscheinend im Lauf der Jahre wieder ganz schnell – hier ein paar aktuelle Fakten zum Thema Müll:

  • Laut Eurostat erzeugt jede/r BürgerIn pro Jahr 513 kg Müll
  • Laut einer britischen Studie WRAP werden von Privathaushalten 25% der gekauften Lebensmittel weggeworfen
  • 60% der EU-BürgerInnen glauben, dass sie eigentlich nicht zu viel wegwerfen
  • 85% der EU-BürgerInnen würden Produkte aus Recycling-Materialien bevorzugen

(Quelle: Glocalist Review Nr. 303, www.glocalist.com)

Dass frau jeden Monat noch einmal extra Müll produziert, wird oft gerne vergessen. Doch bei fast 17.000 verbrauchten Produkten im Leben einer Frau ist das Müllproblem nicht von der Hand zu weisen.

Aber wie kommt die erdbeerwoche denn eigentlich auf diese hohe Zahl?

Ganz einfach: 5 Binden bzw. Tampons pro Tag x 7 Tage x 12 Monate im Jahr x 40 Jahre Menstruation = unfassbare 16.800 Produkte im Leben einer Frau – von Slipeinlagen ganz zu Schweigen!

Und Tampons und Binden sind übrigens auch eines der meist gefundenen Produkte an unseren Stränden – eine ziemliche Katastrophe. Denn konventionelle Produkte sind –im Gegensatz zu nachhaltigen Alternativen – nicht biologisch abbaubar. Aber warum eigentlich? Gut, der Klebestreifen ist offensichtlich. Was viele Frauen aber nicht wissen, ist, dass die meisten Binden mit saugfähigem Plastikgranulat versetzt und mit einer Kunststoffschicht überzogen sind. Das macht dann insgesamt pro Jahr um die 45 Milliarden Tampons bzw. Binden auf den Müllkippen unserer Erde, wo sie dann bis zu 500 Jahre brauchen, um zu verrotten. Seit der Erfindung der Binden wie wir sie heute kennen ist also noch kein einziges konventionelles Produkt komplett zerfallen. Ziemlich gruselig eigentlich!

Alles Plastik?

Und nicht erst seit dem Film Plastic Planet (www.plastic-planet.at unbedingt anschauen!) wird einem auch noch bewusst, dass Plastik auch gesundheitsschädliche Auswirkungen hat. Was uns der Film nicht verrät ist, dass Binden und Tampons neben ökologischen auch gesundheitliche Risiken birgen. Aber mehr dazu in einem der nächsten erdbeerwoche-Blogs.

Glücklicherweise gibt es aber Alternativen. Z.B. nachhaltige Produkte aus 100% Biobaumwolle, die biologisch abbaubar sind und gleich noch in Verpackungen aus Maisstärke eingepackt sind. Aber der Gewinner in der Öko-Debatte ist eindeutig die Menstruationskappe. Was das genau ist und welche Alternativen es sonst noch gibt, könnt ihr auf http://www.erdbeerwoche.com/meineprodukte/wozu-nachhaltige-produkte.html nachlesen.

Also denkt immer daran:

Meine Regel. Mein Planet.

Eure erdbeerwoche

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